2x 0,65 Wiss. Mitarb. (w/m/d) "Zur Neubewertung der Naiven Kunst" (Univ. Leipzig)

2x 0,65 Wiss. Mitarb. (w/m/d) "Zur Neubewertung der Naiven Kunst" (Univ. Leipzig)

Arbeitgeber
Institut für Kunstgeschichte, Universität Leipzig
Gefördert durch
Fritz Thyssen Stiftung
PLZ
04109
Ort
Leipzig
Land
Deutschland
Vom - Bis
01.10.2022 -
Bewerbungsschluss
08.07.2022
Von
Tanja Zimmermann, Kunstgeschichte, Universität Leipzig

Am Institut für Kunstgeschichte der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften sind im Rahmen des von der Fritz-Thyssen-Stiftung finanzierten Forschungsprojektes "Zur Neubewertung der Naiven Kunst. Internationale Rezeption und theoretisch-methodische Erschließung" voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2022 zwei Stellen (wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, TV-L E-13, 65 Prozent) für zwei Jahre zu besetzen.

2x 0,65 Wiss. Mitarb. (w/m/d) "Zur Neubewertung der Naiven Kunst" (Univ. Leipzig)

Die 1409 gegründete Universität Leipzig gehört zu den großen, forschungsstarken und medizinführenden Universitäten in Deutschland. Mit ihren rund 30.000 Studierenden und mehr als 5.000 Beschäftigten in 14 Fakultäten prägt sie das Leben in der pulsierenden und weltoffenen Stadt Leipzig. Die Universität Leipzig bietet ein dynamisches und international geprägtes Arbeitsumfeld sowie attraktive und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten in Forschung, Lehre, Transfer, Infrastruktur und Verwaltung.

Am Institut für Kunstgeschichte der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften sind im Rahmen des von der Fritz-Thyssen-Stiftung finanzierten Forschungsprojektes „Zur Neubewertung der Naiven Kunst. Internationale Rezeption und theoretisch-methodische Erschließung“ voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2022 die oben genannten Stellen zu besetzen.

Das Projekt erforscht die sog. Naive Kunst, d.h. das Werk nicht akademisch ausgebildeter, oft autodidaktischer Künstler:innen. Diese wurde und wird von der Kunstkritik oft als weltfremd marginalisiert. Im Rahmen von politisch-ästhetischen Aushandlungsprozessen und zur Vermittlung zwischen Avantgarde und verschiedenen Varianten eines neuen Realismus wurden diese Künstler:innen jedoch gefördert oder gar vereinnahmt. Nach Anfängen seit Ende des 19. Jh. erlebte die Naive Kunst eine besondere Blüte in der Zwischenkriegszeit und in der Periode des Kalten Krieges, und zwar in Ost und West sowie in den sog. „Blockfreien Staaten“ – auch außerhalb Europas. Im Rahmen des Projekts werden mehr als 80 Ausstellungen erfasst, die über die Grenzen von Nationen oder politischen Systemen hinweg global ausgerichtet wurden. Das Ziel des Forschungsprojekts ist es, a) erstmals die internationale Ausstellungsgeschichte der Naiven Kunst zu dokumentieren und wissenschaftlich zu erschließen, b) deren Rolle als Katalysator für die Transformation des jeweiligen künstlerischen Kanons in Umbruchzeiten zu bestimmen und c) über die historische Perspektive hinaus einen neuen systematischen, theoretisch-methodischen Zugang für die bessere Integration dieser nur scheinbar zeitlosen Kunstform in die Kunstgeschichtsschreibung zu erarbeiten. Im Rahmen des Projektes besteht Gelegenheit zur Promotion.

Stellenmerkmale

- befristet für 2 Jahre (voraussichtlich mit der Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr)
- vorgesehene Vergütung: Entgeltgruppe TV-L 13
- 65 Prozent einer Vollbeschäftigung

Aufgaben

- Forschung, insbesondere im o.g Themenfeld des Arbeitsbereiches
- selbständige Recherche in mehreren, ost- und westeuropäischen Sprachen in internationalen Archiven und Bibliotheken
- Verfassen von Texten für Publikation auf einer Website sowie in Buchform
- Mitarbeit am Aufbau und an der Onlinestellung einer Datenbank

Voraussetzungen

- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in Kunstgeschichte
- Vorkenntnisse zur Kunst der Zwischenkriegs- und/oder der Periode nach dem Zweiten Weltkrieg
- ein regionaler Schwerpunkt in Frankreich und den USA oder in Ost- und Mittelosteuropa
- umfassende Sprachkenntnisse in einem der beiden Schwerpunkte, insbesondere Französisch bzw. Tschechisch (oder anderen ost- bzw. ostmitteleuropäischen Sprache; Deutsch und Englisch werden vorausgesetzt)
- gutes Wissenschaftsdeutsch in Wort und Schrift sowie Erfahrung mit Textedition
- internationale Kontakte und Erfahrungen
- Teamfähigkeit und Organisationskompetenz; hohe Eigenmotivation und Fähigkeit zu ergebnisorientiertem, selbständigem Arbeiten

Wir bieten

- flexible Arbeitszeiten sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Möglichkeit, im Rahmen des Projekts ein Promotionsvorhaben zu verfolgen oder sich in anderer Weise wissenschaftlich weiterzubilden
- eine betriebliche Altersvorsorge
- ein vergünstigtes Personennahverkehrsticket (MDV-JobTicket)

Bewerben

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte in einer PDF-Datei bis zum 08. Juli 2022 mit den üblichen Unterlagen unter Angabe der Kennziffer 179/2022 per E-Mail an: tanja.zimmermann@uni-leipzig.de oder an Universität Leipzig, Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften, Institut für Kunstgeschichte, Frau Prof. Dr. Tanja Zimmermann, Dittrichring 18–20, 04109 Leipzig.

Bitte beachten Sie, dass Gefährdungen der Vertraulichkeit und der unbefugte Zugriff Dritter bei einer Kommunikation per unverschlüsselter E-Mail nicht ausgeschlossen werden können. Ihre Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt, bitte reichen Sie nur Kopien ein.

Vorstellungskosten werden nicht übernommen.

Die Universität Leipzig strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in verantwortlicher Position an und bittet deshalb qualifizierte Frauen ausdrücklich um ihre Bewerbung. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Menschen oder nach SGB IX Gleichgestellte bevorzugt eingestellt.

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht in Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist Paragraph 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i.V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.

Kontakt

Frau Prof. Dr. Tanja Zimmermann
Institut für Kunstgeschichte,
Dittrichring 18–20
04109 Leipzig

E-Mail: tanja.zimmermann@uni-leipzig.de

https://www.gkr.uni-leipzig.de/institut-fuer-kunstgeschichte
Redaktion
Veröffentlicht am
24.06.2022
Klassifikation
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung