1 Promotionsstipendium "Die polnischen Facetten der chinesischen Stadt Harbin" (Ruhr-Univ. Bochum)

1 Promotionsstipendium im Projekt „Die polnischen Facetten der chinesischen Stadt Harbin“

Institution
Ruhr-Universität Bochum (Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte, Historisches Institut)
Arbeitstelle
Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte, Historisches Institut
Gefördert durch
Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung
PLZ
44801
Ort
Bochum
Land
Deutschland
Vom - Bis
01.09.2024 - 31.08.2027
Bewerbungsschluss
12.07.2024
Von
Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Professur für Geschichte Osteuropas und Uniwersytet Szczeciński, Instytut Historyczny

Das von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung geförderte Projekt „Die polnischen Facetten der chinesischen Stadt Harbin“ vergibt ein Stipendium für ein Dissertationsvorhaben im Fach Geschichte (Schwerpunkt Osteuropäische Geschichte).

1 Promotionsstipendium im Projekt „Die polnischen Facetten der chinesischen Stadt Harbin“

Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Professur für Geschichte Osteuropas und Uniwersytet Szczeciński, Instytut Historyczny

Das von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung geförderte Projekt „Die polnischen Facetten der chinesischen Stadt Harbin“ vergibt voraussichtlich zum 1. September 2024 ein Stipendium für ein Dissertationsvorhaben im Fach Geschichte (Schwerpunkt Osteuropäische Geschichte).

Das Forschungsvorhaben analysiert den komplexen Status der Harbiner Polen als Teil des russisch-imperialen Projekts in Nordostchina zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Har-bin, 1898 als Kolonialstadt des Russischen Imperiums in Nordostchina gegründet, entwickelte sich rasch zu einem multikulturellen Zentrum in der Mandschurei. Die polnische Diasporagemeinde in Harbin spielte eine bedeutende Rolle im wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben der Stadt. Der ambivalente Status der Harbiner Polen als Kolonisierende und Kolonisierte macht sie zu einem faszinierenden Forschungsobjekt, dessen hybride Rolle bislang noch wenig erforscht ist. Durch die Untersuchung des „chinesischen Kapitels“ der polnischen Diaspora wird zudem eine kritische Betrachtung grenzüberschreitender kultureller Austausch- und Abgrenzungsprozesse sowie der Auswirkungen von Migration auf kollektive Identitäten ermöglicht. Darüber hinaus bietet es Einblicke in die Eigenheiten der polnischen Historiographie über den russischen Imperialismus in Nordostasien.

Was bieten wir?
Das Stipendium bietet die Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation (Promotion) unter Vollzeitbedingungen bei einer Laufzeit von 36 Monaten. Die Höhe des Stipendiums beträgt 1.500,- €/Monat, ggf. Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten für Archiv-aufenthalte sowie Zuschüsse zu Druckkosten. Die Arbeit am Dissertationsvorhaben erfolgt im Rahmen eines intensiven fachlichen und methodischen Austauschs im deutsch-polnischen Projektteam. Der Arbeitsort ist die Ruhr-Universität Bochum (RUB). Die RUB bietet umfang-reiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Was erwarten wir?

Voraussetzung für die Berücksichtigung im Auswahlverfahren sind:
Ein sehr gut abgeschlossenes Hochschulstudium der Geschichtswissenschaften oder einer benachbarten Disziplin (Master / Magister / Diplom) mit erkennbarem Interessenschwer-punkt in der Geschichte Osteuropas.
Eine hervorragende Abschlussarbeit.
Sehr gute Englisch- und Polnischkenntnisse; idealerweise gute Kenntnisse des Russischen, Chinesischen oder Japanischen bzw. die Bereitschaft, nicht vorhandene Sprachkenntnisse in zumindest einer der genannten Sprachen so rasch wie möglich ab Beginn der Förderphase zu erwerben. Deutschkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.
Die weiteren Kriterien für die Zulassung als Doktorandin/Doktorand an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB (§ 5 der Promotionsordnung vom 27.03.2018).

Erwartet wird ein großes Interesse am oben skizzierten Forschungsprofil und den damit verbundenen theoretischen Zugängen, die Bereitschaft, sich konstruktiv in den kollegialen Aus-tausch im Team einzubringen, gutes Zeitmanagement, Kommunikations- und Teamfähigkeit, Mitwirkung an der Organisation eines Workshops und anderer projektspezifischer Programme sowie die Bereitschaft zur Teilnahme an fachlichen und hochschuldidaktischen Fortbildungsangeboten.

Wie bewerben Sie sich?

Folgende Bewerbungsunterlagen (deutsch, polnisch oder englisch) sind elektronisch einzu-reichen (PDF-Format):
- Motivationsschreiben (1 Seite).
- Tabellarischer Lebenslauf.
- Vorliegende Studienabschlusszeugnisse (inkl. transcript of records für das Masterstudium).
- 1 bis 2 schriftliche Arbeitsproben (Masterarbeit und/oder wissenschaftlicher Aufsatz).
- Sprachnachweise.
- Kurzexposé des Dissertationsvorhabens zum oben skizzierten Thema, aus dem Frage-stellung, der erhoffte Erkenntnisfortschritt, der Umfang des zu bearbeitenden Quellencorpus sowie der methodische Ansatz hervorgehen (2 Seiten).
- Chronologischer Arbeitsplan unter Berücksichtigung des 36-monatigen Zeitraums des Promotionsprogramms (1 Seite).
- Name und Emailadresse einer Referenz (Gutachten werden ggf. angefordert).

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail in einem PDF-Dokument (max. 10 MB) bis zum 12. Juli 2024 an oeg@rub.de. Die Auswahlgespräche mit eingeladenen Kandidatinnen und Kandidaten werden voraussichtlich Ende Juli 2024 stattfinden.

Für Rückfragen stehen Prof. Dr. Sören Urbansky (soeren.urbansky@rub.de) und Dr. Stanisław Boridczenko (stanislaw.boridczenko@usz.edu.pl) zur Verfügung.

Kontakt

oeg@rub.de

https://www.oeg.ruhr-uni-bochum.de/oeg/index.html.de
Redaktion
Veröffentlicht am
12.06.2024
Klassifikation
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Arbeitssprache(n)
Englisch, Deutsch, Polish
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