Cultural encounters and political orders in a global age

Place
Leipzig
Venue
GWZ Beethovenstr. 15, Raum 4.115
Host/Organizer
Centre for Area Studies der Universität Leipzig, Prof. Dr. Charlotte Schubert (Historisches Seminar, Universität Leipzig), Prof. Dr. Matthias Middell (Global and European Studies Institute, Universität Leipzig)
Date
15.04.2009 - 08.07.2009
By
Middell, Matthias

Programm

29.4., 18-19.30 Uhr: Helmut Asche (Institut für Afrikanistik), Die Weltregionen und Afrikas Regionen – Konsequenzen für die Area Studies

13.5., 17-19 Uhr: Krishnendra Meena (Jawaharlal Nehru University Delhi), Geopolitics in Antarctica: Role of the Antarctic Treaty System as a Mechanism for Governance

Abstract: The Antarctic Treaty which came into force in 1961 and over its subsequent meetings incorporated other conventions into its fold namely the 1972 Antarctic Seal Convention; the 1980 Convention for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources(CCAMLR) and the Convention on the Regulation of Antarctic Mineral Resource Activities (CRAMRA) and came to be known as the Antarctic Treaty System(ATS). The late 1990s saw the successful negotiation of a Protocol on Environmental Protection to the Antarctic Treaty. The ATS over the years in its Consultative Party Meetings have tried to negotiate various issues relating to the Environment and Geopolitics in the Southern Oceans as well as the Antarctic . Despite these efforts, problems which the region faces today are 1) conservation anad management of living resources and the extraction of minerals on the continental shelf of South America, both these are political in nature because the Consultative Parties also have territorial stakes in the area. 2) the role of states not party to the ATS and the 1959 Anarctic Treaty remains open to debate.3) these issues apart, the territorial claims profusely overlap on the Continent and in the Southern Oceans. The lecture aims to examine the effectiveness of the Antarctic Treaty System as a mechanism for governance in Antarctica and the anticipation of likely issues which could crop up as a result of the sovereign and territorial claims by the members.

27.5., 17.30-19.30 Uhr: Stephan Conermann (Friedrich-Wilhelms- Universität Bonn) und Melitta Waligora (Humboldt-Universität zu Berlin), Erfahrungen mit dem Bologna-Prozess in den Regionalwissenschaften

Abstract: Die Regionalwissenschaften stehen vor dem besonderen Problem, wie sie die Anforderungen von Area-Kompetenz, systematischen Ansätzen und Sprachausbildung in den neuen Strukturen, die der Bologna-Prozess für die Studienorganisation vorgibt, unterbringen. Die Sitzung dient einem Erfahrungsaustausch, wie diese Schwierigkeiten in verschiedenen Universitäten bewältigt werden und welche spezifischen Lösungen dabei für die einzelnen Area Studies gefunden werden müssen.

10.6., 17-19 Uhr: Alfonso de Toro (IAFSL, Institut für Romanistik), Jorge Luis Borges, Nicole Brossard, Abdelkebir Khatibi, Rachid Boudjedra, Assia Djebar und Goméz Peña vs. Huntington

Abstrakt: Der Vortrag hat als Ziel, Autoren zu behandeln, die seit den 40er bis in die 90er Jahre Konzepte und Theorien entwickelt haben, die zwar zunächst von lokalen kulturellen Gegebenheiten und Fragestellungen ausgingen, die aber zugleich sich in einem transkulturellen und transdisziplinären Kontext der Theoriebildung bewegen, was hier mit transversaler Wissenschaft oder transversaler Kulturtheorie benannt wird. Diese Ansätze machen auch deutlich, dass zahlreiche kulturelle Phänome trotz lokaler Prägung ihren eigenen Ursprungsort transzendieren und damit adäquat in einem "trans-areas-Studies"- oder Hybridenforschungsansatz zu behandeln sind. Erstaunlich ist, dass all die hier behandelten Autoren nicht nur von ähnlichen epistemologischen Prämissen ausgehen, sondern dass sie zugleich miteinander direkt oder indirekt in Korrespondenz stehen.

16.6., 18.00-20.00 Uhr Vortragsreihe „Bruchzonen der Globalisierung“ (Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung Leipzig)
David Simo (Université de Yaoundé; Reimar-Lüst-Preisträger der Alxeander von Humboldt-Stiftung 2009 an der Universität Leipzig) Globalisation seen from an African point of view

Abstract: Von Afrika im Allgemeinen zu sprechen ist genau so problematisch wie von Globaliserung in Singular. Es gibt in der Tat verschiedene Afrikas genauso wie es verschiedene Globalisierungen gibt. Es ist daher interessant genau zu unterscheiden, nicht so sehr zwischen verschiedenen Regionen Afrikas, sondern vielmehr zwischen verschiedenen Sphären in Afrika und ihrem jeweiligen Verständnis der Globalisierung sowie ihren Einstellungen zu ihr. So wird unterschieden zwischen dem Afrika von unten, wie das neuerdings von Soziologen in Afrika genannt wird, dem Afrika von oben und dem intellektuellen Afrika. Damit wird es möglich unterschiedene Vorstellungen von Globalisierung zu identifizieren und verschiedene Strategien darzustellen, um sie zu bewältigen.

18.-19.6.2009 Jahrestagung des Centre for Area Studies gemeinsam mit dem Graduiertenkolleg 1261 „Bruchzonen der Globalisierung“:
Critical Junctures of Globalisation – Examples and Concepts (u.a. mit Charles Bright (Ann Arbor) Andreas Eckert (Berlin), Ulrich Mücke (Hamburg), David Newman (Jerusalem), Jose Vicente Serrao (Lissabon)

24.6., 17-19 Uhr: Jörg Gertel (Institut für Orientalistik), Bruchzone Kairo

Abstract: Ernteausfälle in der Ukraine, spekulative Preissteigerungen am »Chicago Board of Trade« sowie die Milliardendollarumsätze von Getreidehändlern wie Cargill kombinieren sich mit wachsender Armut und prägen die Nahrungsunsicherheit. Selbst wenn in Kairo die Krisenursachen verborgen bleiben, ist eines klar: »Aish« - das ägyptische Synonym für Brot und Leben - wird immer teurer. Der Vortrag zeigt, wie im globalen Agro-Food-System Kairo zur Bruchzone neoliberaler Deregulation wird, und argumentiert, dass durch die Nahrungsmittel-Proteste 2008 bisher nur die Spitze globalisierter Nahrungskrisen sichtbar geworden ist.

8.7., 17-19 Uhr: Michael Mann (FernUniversoität Hagen/ GESI), Sklaverei und Sklavenhandel im Indischen Ozean

Kontakt

Prof. Dr. Charlotte Schubert
Universität Leipzig
Historisches Seminar
Email: schubert@uni-leipzig.de

Prof. Dr. Matthias Middell
Universität Leipzig
Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie
Global and European Studies Institute
Email: middell@uni-leipzig.de

Citation
Cultural encounters and political orders in a global age, 15.04.2009 – 08.07.2009 Leipzig, in: Connections. A Journal for Historians and Area Specialists, 22.05.2009, <www.connections.clio-online.net/event/id/termine-11583>.
Editors Information
Published on
22.05.2009
Classification
Regional Classification
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